Wildblumensamen für Saatbomben oder Saatmischungen sammeln
Ab dem Frühsommer kannst Du alleine, mit Kindern oder Freund*innen mit dem Sammeln los legen.
Warte auf einen trockenen, warmen Tag. Sammle nur so viel, wie Du heute verarbeiten kannst. Sei bitte achtsam in der Natur und nimm nur einen kleinen Teil Saatgut mit.
Je nachdem was und wo Du sammelst: lange Kleidung, gutes Schuhwerk, Mückenabwehrmittel oder Handschuhe können hilfreich sein. Kontrolliere Dich und Deine Lieben im Anschluss auf Zecken.
Zum Sammeln eignen sich z.B. leere Bäckerbeutel oder leere Dosen (mit Deckel).
Lege Deine Beute im Anschluss auf eine Unterlage mit altem Zeitungspapier zum Trocknen aus. Eine Beschriftung ist hilfreich. Nach einer Weile kannst Du die trockenen Samen von der Spreu trennen.
Das Saatgut kannst Du dann in kleine Tütchen packen.
Für die spätere Aussaat bitte den Zeitpunkt abpassen. Viele Wildblumen sind Lichtkeimer und werden nicht mit Erde bedeckt.
Was blüht denn da…?
Du kannst diesen Klassiker oder andere Bestimmungsbücher verwenden.
Heute brauchst Du die Bücher nicht mehr mit schleppen. Es gibt viele Apps für Dein Telefon, mit denen Du recht treffsicher bestimmen kannst, was Du gerade eintütest.
Team Schotterschreck empfiehlt: die Flora Incognita-App

Was sammeln?
Ideal zum Einstieg: Margeriten, Nelken, Klatschmohn, Malven, Akelei, Natternkopf, Stockrosen, Kamillen…
Wo lagern
Bei den Schotterschrecks wird zum Lagern sowohl ein Weinregal als auch das dann leere Anzuchthaus verwendet. Tablets sind ab Frühsommer im ganzen Haus Mangelware.

Was kann schon schief gehen?
Fehlschläge sind normal. Was z.B. passieren kann:
- Saatgut schimmelt (weil zu feucht)
- Saatgut wird vom Wind weg geblasen
- Das Dach ist undicht und alles wird nass
- Regen kommt von einer unerwarteten Seite
- Insekten oder Nager machen sich über Dein Saatgut her
- Beschriftungszettel gehen verloren oder werden vertauscht
- Fehlbestimmung führt zu unerwartetem Blüh
- Unter der Melisse steht unerwartet eine Brennnessel
- Der Natternkopf ist wehrhafter als erwartet
- Es juckt, weil Mücken oder Grasmilben sich nicht abhalten lassen


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