Schotterschreck

Spaß an bunter Natur

Schlagwort: SeedBombs

  • Schotterschreck Bodenmischung

    Schotterschreck Bodenmischung

    Mit welcher Rezeptur machst Du Deine Saatkugeln? Hast Du unsere Rezeptur schon einmal ausprobiert? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar.

    Wie gelangen bohnenlose Frechheiten mit einem eleganten Bogenwurf beim Spazieren oder Rad fahren in Deinen (*) Schottergarten?

    Kugelrundes Wurfmaterial aus der Guerillagärtnerei-Bewegung kann die Lösung sein. Das heißt dann je nach Region Blumenkamelle, Saatkugel, Samenkugel, Samenbombe oder Seed Bomb.

    Hier kommt das Schotterschreck-Geheimnis

    Secret’s in the sauce.

    Sipsey, Fried Green Tomatoes

    Die Schotterschreck Saatkugelmischung besteht aus:

    • Drei Teilen Gartenerde
    • Einem Teil quellfähige Tonerde

    Die Gartenerde

    Verwende Erde, die frei von Wurzelkräutern (Giersch, Brennnessel, Quecke o.ä.) ist.

    Ideal ist frische Erde aus einem Maulwurfshügel. Sie ist feinkrümelig und oft frei von großen Kieseln.

    Das Bild zeigt einen frischen, bräunlicher Erdhügel, der von grünen Grashalmen und Klee umgeben ist. Die feuchte Erde ist locker aufgeworfen, auf der Spitze des Maulwurfshügels ist eine braune Blumenzwiebel zu sehen
    Beste Gartenerde – danke Maulwurf!

    Die quellfähige Tonerde

    Montmorillonit ist ein quellfähiges Schichtsilikat. Es wird in vielen Regionen der Welt abgebaut und vielseitig eingesetzt.

    In unseren Versuchen verwenden wir mineralisches Katzenstreu (unbenutzt). Veredeltes Bentonit, als Heilerde im Handel, geht auch, ist aber viel teurer.

    Mit der Tonerde steuerst Du die Rheologie, Konsistenz und Knetfähigkeit der Mischung.

    Die Gartenerde und Tonerde werden Portionsweise von Hand mit einer Mörtelkelle o.ä. in einem großen, trockenen Behälter wie einem Baueimer durchmischt.

    Saatkugeln anmischen

    Nimm ca. 100 bis 150 ml von der Trockenmischung. Gib etwa einen Löffel voll Saatgut hinzu, die bohnenlose Frechheiten eignen sich besonders gut als Startpunkt.

    Die ideale Menge Wasser variiert je nach Bodenmischung und WItterungsbedingungen zwischen 10 und 15%.

    Gib Wasser in kleinen Portionen zu. Die Teigmasse sollte viskoelastisch und knetfähig sein. Zu viel Wasser führt zu einer fließfähigen Schlammpampe.

    Zwei Hände formen eine erdige, grobkörnige Mischung in einem Metaltopf. Die Person trägt ein schwarzes T-Shirt mit buntem Aufdruck und eine helle kurze Hose und sitzt auf einer Steinbank. ImHintergrund sind grüne Blätter zu sehen.
    Der alte Topf war fast zu klein zum Matschen
    Eine Hand hält eine erdige, unregelmäßig geformte Kugel. Die Finger und die Handfläche sind mit feuchter Erde bedeckt. Im Hintergrund stehen ein Metallgefäß mit Erde und eine Zeitung auf einer Holzfläche. Auf der Zeitung liegen mehrere weitere erdige Kugeln.
    Wenn die Mischung zu flüssig ist: entweder etwas trockene Erde hinzu geben oder etwas länger kneten, bis die Tonerde das Wasser „verdaut“ hat

    Fertige Kugeln auf Zeitung, Pappe o.ä. auslegen.

    Mehrere Eierkartons sind nebeneinander angeordnet und mit gleichmäßig geformten, erdigen Kugeln gefüllt. Die Kugeln liegen jeweils in den Mulden der Kartons. Die Oberfläche der Kugeln wirkt trocken und bräunlich.
    In alten Eierkatons können große und kleine Kinder ihre Saatbomben sofort mitnehmen.

    Das Ergebnis

    Die ersten Tests aus der Saison 2024 konnten sich sehen lassen:

    Zwei längliche blaue Blumenkästen stehen parallel zueinander und sind mit Erde gefüllt. Im oberen Gefäß wachsen dichte, hellgrüne Keimlinge mit schmalen Blättern. Im unteren Gefäß sind die Keimlinge weniger zahlreich und unregelmäßig verteilt, dazwischen liegen kleine Steine und vereinzelte Pflanzenreste auf der Erde.
    Oben: Mischung 3:1 – gute Keimung; unten: Mischung 1:1 – schlechte Keimung

    Damit es für uns keine Schreckhaft gibt

    (*) Wir raten dazu, Schotterschreck nur auf eigenem Gelände zu verwenden.

    Fediverse-Reaktionen