Was Schönes: Ich freue mich immer sehr, wenn ich draußen Pflanzen treffe, die ich auch in Bad Kleingarten angesiedelt habe. Zum einen, weil viele ökologisch wertvolle heimische Pflanzen in freier Wildbahn selten geworden sind. Zum anderen, weil es dem Gefühl gleicht, unvermutet sehr geschätzten Freunden auf der Straße zu begegnen.
Hier: das hübsche Taubenkropf-Leimkraut. Silene vulgaris. Wollt ihr Schmetterlinge im Garten, ist das eine tolle Pflanze für ihre Raupen. 🐛🦋
Die Samen dieser Warmkeimerin sollten von März bis Juli auf den Boden.
Taubenkropf-Leimkraut ist ein echter Schotterschreck. Die Staude hat eine Pfahlwurzel, was sie recht trockenbeständig macht.
Leimkraut auf einer Schotterfläche
Einmal da vermehrt sich das Leimkraut über Samen oder Ausläufer. Die Blühzeit ist lang, von Mai bis in den frühen Oktober finden Insekten hier Nektar und Pollen.
Gut ein dutzend Schmetterlingsarten finden auf solchen Nelken prima Raupenfutter.
Schotterschreck Saatkugeln oder Schotterschreck Streufix – nicht gegen den Wind einsetzten, sonst knirscht es zwischen den Zähnen Deiner verschreckten Begleitung – braucht zum Gelingen einen Teelöffel Saatgut.
Diese Mischung hat sich über die letzten Jahre bewährt:
Wenige Pflanzen werden vom Team Schotterschreck aktiv bekämpft. Das Feinstrahl Berufskraut gehört dazu. Es sieht aus wie ein zu groß geratenes Gänseblümchen. Süß. Aber leider ein recht aggressiver, invasiver Neophyt.
Es kann sehr tiefe Wurzeln bilden. Insekten werden für die Vermehrung nicht benötigt.
Es erobert recht ungehindert als Pionierpflanze Plätze, die für andere dann nicht mehr frei sind.
Was macht Ihr mit dem Feinstrahl Berufskraut? Wir haben einen Verwendungszweck gefunden:
Bei einer Einkaufstour ist mir die Fuchsrote Borstenhirse (Setaria pumila) an einem Maisfeld hinter Wesel aufgefallen. Der leicht nussige Geschmack hat überzeugt, es trockenen jetzt einge Ähren für eine Testaussaat im Garten.
Im Garten wächst im Augenblick nur Hühnerhirse, die ist für unser Federvieh genau richtig.
Hallo zusammen, ich bin ein Natternkopf, der Schreck des Monats.
Manche nennen mich gemein ,gewöhnlich, blauer Heinrich oder Eisenhart.
Dürre im Sommer? Kein Problem! Ich mag trockene bis halbtockene Ecken, auf versiegelten Flächen und in Steingärten kann ich die erste Besiedelung vornehmen.
Wenn es gute Bedingungen gibt werde ich bis zu 150 cm hoch. Ich habe eine schöne lange Pfahlwurzel, wenn ich also im Juni gemäht werde komme trotzig zurück und blühe bis Oktober.
Natternkopf auf einer kommunalen Fläche, August 2026. Die Fläche wurde im Juni von der Gemeinde gemäht kurz gemäht.
Meine Samen sind so groß wie ein Sandkorn. Wenn Du mich in Schotterschreckmischungen packen möchtest bin ich bissig wie eine Schlange!
Zieh Dir also Handschuhe an, nimm z.B. ein Tablett und klopfe vorsichtig auf meine Stängel. Dann fallen viele reife Samen runter. Ein paar nimmst Du mit und viele andere werden meine Kinder in meiner Nähe. Deal?
„Ernte“ von Natternkopfsamen. Handschuhe werden empfohlen.
Für Insekten habe ich was zu bieten: reichlich Nektar zieht Bienen, Hummeln und Schmetterlinge nahezu magisch an.
Insektenparadies Natternkopf. Links: vermutlich eine Keulhornbiene (Ceratina). Mitte: ein kleiner Kohlweißling (Pieris rapae). Rechts:Hummel (vermutlich aus der Gattung Bombus)