Was Schönes: Ich freue mich immer sehr, wenn ich draußen Pflanzen treffe, die ich auch in Bad Kleingarten angesiedelt habe. Zum einen, weil viele ökologisch wertvolle heimische Pflanzen in freier Wildbahn selten geworden sind. Zum anderen, weil es dem Gefühl gleicht, unvermutet sehr geschätzten Freunden auf der Straße zu begegnen.
Hier: das hübsche Taubenkropf-Leimkraut. Silene vulgaris. Wollt ihr Schmetterlinge im Garten, ist das eine tolle Pflanze für ihre Raupen. 🐛🦋
Die Samen dieser Warmkeimerin sollten von März bis Juli auf den Boden.
Taubenkropf-Leimkraut ist ein echter Schotterschreck. Die Staude hat eine Pfahlwurzel, was sie recht trockenbeständig macht.
Leimkraut auf einer Schotterfläche
Einmal da vermehrt sich das Leimkraut über Samen oder Ausläufer. Die Blühzeit ist lang, von Mai bis in den frühen Oktober finden Insekten hier Nektar und Pollen.
Gut ein dutzend Schmetterlingsarten finden auf solchen Nelken prima Raupenfutter.
Danke für das Interesse an der Adventskalenderaktion. Es gab einige Fragen, die Antworten kommen unten im Beitrag und werden fortlaufend aktualisiert.
Spendentopf
Den Kalender gibt es gegen eine freiwillige Spende. In diesem Jahr wird der Bone Cancer Research Trust unterstützt. Bitte sende schotterschreckige Grüße im Feld Add a message to your donation (Seite 2).
In diesem Jahr hat meine persönliche Teilnahme an der Langsteckenspendenwanderung, neudeutsch charity hike, leider nicht geklappt, das Bild ist vom vergangenen Jahr.
Das Team hat die 84 Meilen (136 km) Tour entlang des Welsh Coastal Path von Abersoch nach Pennal bereits erfolgreich in drei Tagen absolviert.
Eindruck vom Charity Walk 2025 – Welsh Coastal Path
Wo gibt es den Kalender?
Es gibt vier Abgabestellen, die Schotterschreck-Basis in Merzenich, die Campus Boulderhalle in Aachen, die Denkbar in Wesel und die Engelsbäckerei in Bramstedt.
Etwa 10 Exemplare können über den Postweg in Deutschland versendet werden. Der Aufruf dazu kommt Mitte Oktober.
Die Abgabe erfolgt kostenfrei, eine freiwillige Spende (s.o.) wäre cool.
Arbeitsliste und Zeitplan
Saatgut sammeln und trocknen
Ein paar Lichtnelkensamen werden eingetütetTrockenregal 4 bei der Arbeit
Sammeln ist für dieses Jahr weitgehend abgeschlossen. Es kommen ggf. noch ein paar Lichtnelken in die Trocknung. Es gab bislang kaum Ausfälle durch Fraß Schäden. Ein paar Tomatensamen lagen zu feucht und sind angeschimmelt.
Der Keller duftet angenehm nach Kräutern.
Es ist definitiv genug Material für 50 Adventskalender da. Es werden vermutlich nicht 50 Mal die gleichen Inhalte sein.
Leider wegen zu hoher Feuchtigkeit verschimmelt – Samen der Berner Rose
Verpackung und Etikettierung
Mehr als die Hälfte ist abgesiebt und wird jetzt Schritt für Schritt aus den Vorratsboxen eingetütet.
Dresch- und Siebprozess bei Lavendel Was kommt denn hier in die Tüte? Team Schotterschreck bei der Sonntagsarbeit
Verpackungsdesign
Ist noch in Arbeit. Das Design hat gerade viel um die Ohren.
Höret, höret. Neulich hat mich der Träger zu einem Besuch im Hochmoor mitgenommen.
Es ging zu einer geführten Wandertour ins Todtenbruch bei Raffelsbrand (Gemeinde Hürtgenwald). Hier findest Du den nord-östlichsten Ausläufer der Hochmoorregion Hohes Venn.
Es gibt einen gut gepflegten Bohlenweg, damit Du das Moor nicht störst und keine nassen Füße bekommst.
Durch die Dürre der letzten Jahre waren viele Bereiche des Moores sehr trocken, da breitet sich Adlerfarn wieder aus.
Typische Moorpflanzen hat der Träger mit der @FloraIncognita_DE App bestimmt. Darunter Torfmoose (die bilden das Moor), Moorbirken, Heidelbeeren und Heidekraut.
Das Palsenmoor ist vor einigen Jahren von der Biologischen Station gerettet worden.
Höret, höret! Hier ist Quendolin Schotterschreck. Ich bin neu hier. Von außen wirke ich zwar hart wie Stein, doch tief im inneren habe ich einen plüschigen Kern.
Wildblumensamen für Saatbomben oder Saatmischungen sammeln
Ab dem Frühsommer kannst Du alleine, mit Kindern oder Freund*innen mit dem Sammeln los legen.
Warte auf einen trockenen, warmen Tag. Sammle nur so viel, wie Du heute verarbeiten kannst. Sei bitte achtsam in der Natur und nimm nur einen kleinen Teil Saatgut mit.
Je nachdem was und wo Du sammelst: lange Kleidung, gutes Schuhwerk, Mückenabwehrmittel oder Handschuhe können hilfreich sein. Kontrolliere Dich und Deine Lieben im Anschluss auf Zecken.
Zum Sammeln eignen sich z.B. leere Bäckerbeutel oder leere Dosen (mit Deckel).
Lege Deine Beute im Anschluss auf eine Unterlage mit altem Zeitungspapier zum Trocknen aus. Eine Beschriftung ist hilfreich. Nach einer Weile kannst Du die trockenen Samen von der Spreu trennen.
Das Saatgut kannst Du dann in kleine Tütchen packen.
Für die spätere Aussaat bitte den Zeitpunkt abpassen. Viele Wildblumen sind Lichtkeimer und werden nicht mit Erde bedeckt.
Was blüht denn da…?
Du kannst diesen Klassiker oder andere Bestimmungsbücher verwenden.
Heute brauchst Du die Bücher nicht mehr mit schleppen. Es gibt viele Apps für Dein Telefon, mit denen Du recht treffsicher bestimmen kannst, was Du gerade eintütest.
Bei den Schotterschrecks wird zum Lagern sowohl ein Weinregal als auch das dann leere Anzuchthaus verwendet. Tablets sind ab Frühsommer im ganzen Haus Mangelware.
„Hast Du das Tablett gesehen…?“
Was kann schon schief gehen?
Fehlschläge sind normal. Was z.B. passieren kann:
Saatgut schimmelt (weil zu feucht)
Saatgut wird vom Wind weg geblasen
Das Dach ist undicht und alles wird nass
Regen kommt von einer unerwarteten Seite
Insekten oder Nager machen sich über Dein Saatgut her
Beschriftungszettel gehen verloren oder werden vertauscht
Fehlbestimmung führt zu unerwartetem Blüh
Unter der Melisse steht unerwartet eine Brennnessel
Gestern auf dem Weg zum Konzert hat uns ein Balkenschröter auf der Treppe begrüßt. Das ganze Totholz im Garten wird wohl angenommen. Dieser Zwerghirschkäfer (Dorcus parallelipipedus) hat wohl jetzt Schlüpfzeit.
In der Tat packt Team Schotterschreck Saatproben in Tütchen.
Es wird aller Voraussicht nach Anfang November Schotterschreck-Adventskalender für einen guten Zweck und mehr Blüh in Deiner Umgebung geben.
An mehreren Stationen kann der Kalender mit 24 verschiedenen Saaten dann abgeholt werden, ob es auch einen Postversand gibt an interessierte Leute gibt klären wir gerade.
Wir sind gespannt, ob die kleine Aktion bei Garten und Naturbegeisterten Menschen ankommt.
Vergangenen Samstag hat sich eine nette Kartierungsgruppe am Heimatmuseum Merzenich eingefunden.
Bei der Pflanzensuche wurde möglicher Weise mit Hilfe der FloraIncognita App eine in Deutschland ausgestorbene Flechtenart wieder entdeckt.
Wenn das von Leuten, die sich mit Flechten richtig auskennen, bestätigt wird hat das Citizen Science (Wissenschaft von allen) Projekt gute Dienste geleistet.
Während die ersten beiden auf der roten Liste als gefährdet bzw. stark gefährdet stehen ist das Rosa Nabelschild in Deutschland eigentlich als ausgestorben oder verschollen.
Wow. Damit hatten wir nicht gerechnet.
Nach zwei Stunden hat sich das Team ein Abschlusseis gegönnt.
Wenn sich die @FloraIncognita_DE Flechtensuchgruppe jetzt vor Ort genauer umschauen möchte: bitte fragt bei der Gemeinde Merzenich nach den Öffnungszeiten oder lasst Euch unter der Woche die Tore ausschließen.
Das geheimnisvolle Todtenbruch lädt zu einer besonderen Entdeckungstour ein. Gemeinsam begeben wir uns auf eine spannende, etwa 2 km lange Wanderung über den kürzlich wiedereröffneten Lehrpfad.
Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt des Moores, ein Lebensraum voller Gegensätze: düster und geheimnisvoll und zugleich von unschätzbarem Wert für den Klima und Naturschutz. Erfahren Sie, warum Moore als effektive CO₂ Speicher gelten, welche seltenen Tier und Pflanzenarten hier zuhause sind und welche Rolle sie im Kampf gegen den Klimawandel spielen.
Begleitet von fachkundiger Führung entdecken Sie die Besonderheiten dieses einzigartigen Ökosystems, hören spannende Geschichten und lernen, das Moor mit neuen Augen zu sehen.
Festes Schuhwerk wird empfohlen. Die Strecke ist leicht begehbar und eignet sich für naturinteressierte Teilnehmende jeden Alters.
So. 06.09.26 – 10:45 Uhr – Vor dem Heimatmuseum, Bergstraße 1, 52399 Merzenich
Gemeinsame Kartierung mit der FloraIncognita-App für das Citizen Science (Wissenschaft von allen) Projekt Lebensraum Friedhof an.
Diesmal: der Ehrenfriedhof rund um die alte Kirche in Merzenich.
Untersucht werden dort:
Welche Tiere, Pflanzen und Pilze kommen auf Friedhöfen vor? Wie hängt das Vorkommen von Faktoren wie Friedhofsgröße, Pflegeintensität und Baumbestand ab?
Aktiviere im Menü „Projekte“ (oben rechts, zweites Symbol) Lebensraum Friedhof. Der Punkt ist dann rechts auf der Schiebeskala und dunkel.
Wechsle in Dein Persönliches Menü (App Hautseite, Symbol oben rechts). Wähle dort im untern Bereich „Für Expert:innen“ aus
Tippe nun auf „Flora-Routinen„
Klicke auf das +-Symbol für einen neue Flora-Routine
Gib der Routine einen Titel, z.B. „Friedhof Kölnstraße“
Tippe auf das + bei „Wenn“
„Fundregion auswählen“ führt Dich zu einer Karte.
Zoome auf den Suchbereich (etwas fummelig, ggf. noch mal größer stellen und wieder rein zoomen). Bestätige mit dem Haken oben rechts.
Tippe auf „Tag hinzufügen„
Wähle aus der Liste „Friedhof“ aus. Bestätige mit dem „Fertig“ Knopf oben rechts.
Testlauf
Bestimme eine Pflanze auf dem Friedhof. Trage unter dem jetzt hoffentlich automatisch erscheinenden Tag „Friedhof“ Häufigkeit und Vorkommen ein. Bei der ersten Pflanze den besuchten Friedhof und besondere Infos.